SCHARNSTEIN, GSCHWANDT: Wehrhafte Anrainer setzen Flugplatzbetreiber von Scharnstein und Gschwandt unter Druck

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Koksi
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SCHARNSTEIN, GSCHWANDT: Wehrhafte Anrainer setzen Flugplatzbetreiber von Scharnstein und Gschwandt unter Druck

by: Koksi at 18.06.2010 10:57:35



Seit Jahren klagen Anrainer in Scharnstein und Gschwandt über den Lärm und die Sicherheitsgefährdung, die von den örtlichen Flugplätzen ausgehen. Jetzt versucht die Bezirksbehörde zu vermitteln.

Seit vielen Jahren schwelt in Scharnstein ein Konflikt zwischen dem ASKÖ Flugsportverein und einzelnen Anrainern. Letztere werfen den Hobbypiloten vor, durch niedrige Flüge über Siedlungsgebiet übermäßigen Lärm zu erzeugen und die Sicherheit der Bevölkerung zu gefährden. Zugespitzt hat sich die Konfliktsituation noch durch die Stationierung des Rettungshubschraubers „Airmed 2“ auf dem Flugfeld von Scharnstein.

Die Mitglieder des Flugsportvereins fühlen sich zu Unrecht kritisiert. „Der Großteil der Bevölkerung hat keinerlei Probleme mit unserem Verein, es sind nur Einzelne, denen wir ein Dorn im Auge sind“, sagt Karl Raffelsberger, stellvertretender Obmann des ASKÖ Flugsportvereins.

Der Fliegerclub habe schon viel versucht, um den Kritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen. „Wir laden keine Piloten anderer Vereine mehr ein, bei uns zu landen“, sagt Raffelsberger. „Die Flugfrequenz ist im Vergleich zu früher deutlich gesunken. Außerdem führen wir von Mai bis Ende August zwischen 13.30 Uhr und 15 Uhr keine Schlepperstarts mehr durch.“ Zudem sei bei einer Informationsveranstaltung der Rettungshubschrauber von der Bevölkerung mit Begeisterung aufgenommen worden.

Um zwischen den Konfliktparteien zu vermitteln, hat sich nun die Bezirkshauptmannschaft eingeschaltet. Sie lud beide Seiten zu einer Gesprächsrunde am 28. Juni ein. Bei dem Treffen sind Vertreter aus Gschwandt dabei, wo es rund um den örtlichen Flugplatz einen ähnlich gelagerten Konflikt gibt. „Verkehrsexperten von unserer Seite moderieren das Gespräch, damit auch die rechtlichen Aspekte berücksichtigt werden können“, sagt Bezirkshauptmann Alois Lanz.

Die Flugplatzkritiker in Scharnstein haben mittlerweile auch die Volksanwaltschaft eingeschaltet. Diese hat im März ein Prüfverfahren eröffnet, dessen Ergebnis allerdings noch aussteht. (ebra)

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